Donnerstag, 15. Januar 2009

Ich und andere Merkwürdigkeiten

Ich nutze mal die Gelegenheit hier ein bisschen mehr über mich preis zu geben.

Ich wurde am 23.02.1989 um genau 18.23 Uhr im Wetzlarer Krankenhaus geboren. Ja, da begann sie, die theatralische Komödie meines Lebens. Schon von kleinauf wurde ich mit meinem Markenzeichen, den tiefblauen Augen mit grauer Umrandung, gesegnet, das war aber auch das einzig Gute, dass mir Mutter Natur schenkte.

Schon früh war klar, dass ich nicht zu den größten, stärksten und widerstandsfähigsten Kindern gehörte. Mit ca. 12 hörte ich auf zu wachsen, ich war oft kränklich und wurde oft durch meine zu sanfte und gebende Art Opfer falscher Freunde, die sich auf meinem Rücken ein schönes Leben machten.

Die Liste der Dinge, die in meinem Leben bis ich ca. 18 war schlecht liefen ist zu lang sie hier aufzuführen. Hier nur ein paar grobe Auszüge:
Mobbing-Opfer, Depressionen, Angst, Schläge, stetige Verminderung des Selbstwertgefühls, ein Beziehungsfehlschlag nach dem anderen, etc. Diesen Post könnte man detailliert über tausend Seiten ziehen, aber darauf will ich nicht hinaus.

Und ich habe versucht es zu ändern, mich zu ändern. Ich habe (mit mehr oder weniger ethisch vertretbaren Mitteln) versucht abzunehmen, Sport zu treiben, netter, humorvoller, toller, besser, schöner und perfekter zu sein. Doch am Ende jeglicher Versuche lag die ernidrigende Erkenntniss, es wieder nicht geschafft zu haben. Fehlschlag, das Wort, dass ich am wenigsten ertragen kann.

Oft hab ich mich gefragt: Warum Ich? So viele andere haben ein perfektes Leben, tolle Freunde, eine herzliche Familie. Aber NIE ich. Es ist schon komisch, wie neidisch man auf ganz alltätgliche Dinge wird. Auf ein Mittagessen mit der Familie ohne Streit. Auf treue Freunde. Auf einen lieben Freund der Rücksicht auf seine Freundin nimmt. Vielleicht sogar darauf, wie nett/humorvoll/kreativ die anderen sind.

Aber seitdem ich meine Freunde habe, die mir viel bedeuten und von denen ich weiß, dass sie mir zur Seite stehen, ohne falsch zu sein... hat mir diese unheimliche Last der Vergangenheit ein Stück abgenommen. Ich kann endlich die Angst davor verlieren, nicht akzeptiert zu werden. Oft falle ich noch in alte Verhaltensmuster, aber es geht voran. Ich muss nur fest daran glauben.

Ich habe einmal zu meiner besten Freundin gesagt "Und wenn die ganze Welt um uns fällt, zusammen bleiben wir stehen." Ich hoffe, ich werde die Erfahrung nicht machen müssen, am Ende alleine zu fallen.

Leicht summend und mit bedachtem Blick,

AcisPlacebo
(die sich dafür entschuldigt, so komisch zu klingen)

***P.S.: Danke an TheaterPirat für das fleißige kommentieren ;) ***

2 Kommentare:

Ulenspiegel hat gesagt…

Ich glaube das Schicksal hat dich nicht nur mit deinen hübschen Augen gesegnet... Aber das muss ich dir wohl nicht sagen. Hoffe ich zumindest...

Freunde sind ne tolle Sache, das ist richtig... solange sie es ernst meinen. Manchmal sind sie sogar wichtiger als die eigene Familie, weil man mit ihnen oft besser reden kann. Blut ist eben doch nicht immer dicker...

LG Ulenspiegel

Anonym hat gesagt…

Hey du!

Hm, das ist wirklich ein sehr nachdenklicher und auch trauriger Eintrag, den du da geschrieben hast. Ich kenne dich ja noch nicht lange und hätte nicht gedacht, dass schon so viel hinter dir hast. Du hast so eine fröhliche, optimistische Art, dass man gar nicht darauf kommt, was du schon hinter dir hast! Und das musst du dir bewahren! Du bist doch so ein unheimlich sympathischer Mensch. Sei stolz darauf. Es gibt vieles auf was man stolz sein kann, was andere nicht haben. Aber oft fällt einem nur das ein, was man nicht hat. Sei stolz darauf, wie toll du singen und schauspielen kannst. Wie du Menschen mitreissen kannst. Was für ein gutes Herz du hast. Dass du gute Freunde hast. Mit vielem davon kann ich z.B. nicht mithalten.
Auch ich habe einige Schicksalsschläge hinter mir (Scheidung der Eltern, psychopathischer Vater, Mobbing, Depressionen, Besuche beim Psycho usw.), aber es gibt etwas, was ich gelernt habe:
Handle immer so, dass du nie zurückschaust und deine Handlung bereust. Sei stets stolz. Auf dich und auf das, was du tust. Das baut auf und gibt Selbstbewusstsein. Ich wünsche dir ganz viel Kraft!
Farah

Herzlichen Glückwunsch, das ist das Ende des Internets... Na gut, ist es nicht, kleiner Scherz.
Falls sie Rechtschreibfehler finden verkaufen sie sie über Ebay und schicken sie das Geld an Brot für die Welt oder so.
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Ich übernehme gerne die Verantwortung für meine Posts, aber nicht für die von euch: Kommentare mit Spam, Hirntodaufzeichnungen etc. werden gelöscht.
Zum Schluss möchte ich noch Herrn Schäuble grüßen!