Ich habs geschafft. Nach nur einem Jahr habe ich mein wichtigstes Utensil verloren, mein Herzblut.
Mein Netbook.
Da hat man einen Moment nicht aufgepasst, und sich gefreut, jemanden aus seiner alten Schule zu treffen und vergisst das verdammte Notebook in einem riesigem Vorlesungssaal. Wie dumm kann man eigentlich sein?
Nicht, dass ich nicht schon Dinge vergessen habe, man erinnere sich an den Taschen-Post auf meinem Blog... aber das Notebook ärgert mich. Ich hab das Ding selbst bezahlt, und mir erscheint es gerade,m als seinen 300 Euro mit einem neuen Lover in die Karibik geflogen. Ich bin enttäuscht.
Nicht über die Tatsache, dass es kein "ehrlicher" Finder bei den Hausmeistern abgegeben hat, an solche Menschen glaub ich hier eh nicht mehr. Ich bin enttäuscht, weil ich ständig sowas mache. Irgendwas wichtiges vergessen. Und wenns dann zu spät ist, fällts mir ein. Das Netbook war eben nur der köstliche Höhepunkt.
Am meisten Trauere ich um all die Persönlichen Sachen, die Drauf waren. Bilder, Lieder, wichtige Dokumente für die Uni, Gedichte, die ich neu geschrieben habe, Briefe.... all diese kleinen Dinge.
Na dann, sparen wir mal für ein neues Netbook...
Sich immernoch ärgernd,
AcidPlacebo
(...die heilfroh ist, keine Nackbilder auf dem Netbook zu haben)
Dienstag, 26. Oktober 2010
Montag, 18. Oktober 2010
BOOKREVIEW: Voyeur von Simon Beckett
Er ist Galeriebesitzer. Er ist mittleren Alters. Und er will Anna.
Das Buch Voyeur von Simon Beckett ist jetzt endlich fertig gelesen, und als ich das Buch aus der Hand gelegt hatte, war mir klar: Es gibt bessere.
In Voyeur geht es um Donald Ramsey, einen Galeriebesitzer in London, der so besessen von seiner jungen Assistentin Anna ist, dass ihm jedes Mittel Recht ist, ihren unscheinbaren und (für ihn) völlig unpassenden Freund Marty zu beseitigen. Er schmiedet Intrigen, heuert einen Dressman an, Anna und nach erfolglosem Versuch Marty zu verführen und begeht schließlich mit diesem den Mord an Marty. Ermittlungen um das Geschehen von Marty werden begonnen, und während Donald die leidende Anna tröstet und ihr als Vertrauter beisteht, plant er das Finale: Anna mit Dressman Zeppo beim Sex zu beobachten.
Der Sprachstil liest sich unglaublich gut, Simon Beckett schafft es, eine sehr brisante Geschichte so zu schreiben, dass man regelrecht IM Geschehen selbst ist. Leider ist das das einzig sehr gute, was dieses Buch zu bieten hat. Allein Donald Ramsey's Charakter hat die Tiefe einer Figur, mit der man mitfühlt oder verabscheuen kann. Die anderen Figuren wirken sehr flach (Anna, Mrs. Thornby) oder oberflächlich ausgearbeitet (Zeppo, Marty).
Zudem ist der Spannungsbogen meiner Meinung nach schlecht umgesetzt. Der Mord geschieht relativ "früh", wohl um die Ermittlungen und die damit verbundene Angst von Ramsey und Zeppo als Spannungsträger zu nutzen. Leider wirkt es langatmig und ist schon nach wenigen Kapiteln ausgeschlachtet.
Das Ende, das ich hier nicht verraten will, hat mich ehrlich gesagt enttäuscht. Ich habe mir, nach einer so langen Phase der beschriebenen Angst von Zeppo und Donald etwas mehr Bedacht am Schluss gewünscht. So wirkte es eher wie abgehackt und verdirbt dem Leser die Freude am ganzen Buch.
Für alle, die gerne Kriminalgeschichten mit erotischen Touch lesen, ohne zu viel Tiefe zu erwarten, ist dieses Buch sicherlich nicht schlecht. Alle, die etwas mehr Erwarten von einem Buch, dass eine Obsession beschreiben will, aber kaum auf das Innenleben des Protagonisten und dessen Gefühle eingeht, dem Rate ich ab.
Viel Spaß bei Lesen (oder nicht) wünscht euch
AcidPlacebo
(die sich jetzt in Soziologie nette Gewaltfilmchen reinzieht)
Das Buch Voyeur von Simon Beckett ist jetzt endlich fertig gelesen, und als ich das Buch aus der Hand gelegt hatte, war mir klar: Es gibt bessere.
In Voyeur geht es um Donald Ramsey, einen Galeriebesitzer in London, der so besessen von seiner jungen Assistentin Anna ist, dass ihm jedes Mittel Recht ist, ihren unscheinbaren und (für ihn) völlig unpassenden Freund Marty zu beseitigen. Er schmiedet Intrigen, heuert einen Dressman an, Anna und nach erfolglosem Versuch Marty zu verführen und begeht schließlich mit diesem den Mord an Marty. Ermittlungen um das Geschehen von Marty werden begonnen, und während Donald die leidende Anna tröstet und ihr als Vertrauter beisteht, plant er das Finale: Anna mit Dressman Zeppo beim Sex zu beobachten.
Der Sprachstil liest sich unglaublich gut, Simon Beckett schafft es, eine sehr brisante Geschichte so zu schreiben, dass man regelrecht IM Geschehen selbst ist. Leider ist das das einzig sehr gute, was dieses Buch zu bieten hat. Allein Donald Ramsey's Charakter hat die Tiefe einer Figur, mit der man mitfühlt oder verabscheuen kann. Die anderen Figuren wirken sehr flach (Anna, Mrs. Thornby) oder oberflächlich ausgearbeitet (Zeppo, Marty).
Zudem ist der Spannungsbogen meiner Meinung nach schlecht umgesetzt. Der Mord geschieht relativ "früh", wohl um die Ermittlungen und die damit verbundene Angst von Ramsey und Zeppo als Spannungsträger zu nutzen. Leider wirkt es langatmig und ist schon nach wenigen Kapiteln ausgeschlachtet.
Das Ende, das ich hier nicht verraten will, hat mich ehrlich gesagt enttäuscht. Ich habe mir, nach einer so langen Phase der beschriebenen Angst von Zeppo und Donald etwas mehr Bedacht am Schluss gewünscht. So wirkte es eher wie abgehackt und verdirbt dem Leser die Freude am ganzen Buch.
Für alle, die gerne Kriminalgeschichten mit erotischen Touch lesen, ohne zu viel Tiefe zu erwarten, ist dieses Buch sicherlich nicht schlecht. Alle, die etwas mehr Erwarten von einem Buch, dass eine Obsession beschreiben will, aber kaum auf das Innenleben des Protagonisten und dessen Gefühle eingeht, dem Rate ich ab.
Viel Spaß bei Lesen (oder nicht) wünscht euch
AcidPlacebo
(die sich jetzt in Soziologie nette Gewaltfilmchen reinzieht)
Soziologie oder Wie lang sind schwedische Gardinen wirklich?
Soziologie ist schon verdammt interessant! Eben erst wurde ein Problem angesprochen, dass ich schonmal gehört habe, und das mich seitdem auch immer wieder beschäftigt hat.
Robert Axlrod beschrieb das Gefangenendilemma folgendermaßen:
Zwei Gefangene werden verdächtigt, gemeinsam eine Straftat begangen zu haben. Die Beiden werden getrennt und seperat voneinander, ohne jeglichen Kontakt zum Partner, vernommen. Die Höchststrafe für ihre Tat beträgt 6 Jahre. Schweigen beide und verraten den anderen nicht, werden sie zu 2 Jahren verurteilt. Schweigt nur einer, während der andere ihn verrät, so wird der Verräter als Kronzeuge freigesprochen. Sollten beide den anderen verraten, so erwarten sie 4 Jahre Haft.
Ich habe mich immer gefragt, was man, wäre man wirklich in so einer Situation, tun würde. Analytisch wäre die sicherste Methode, zu schweigen und zu hoffen, dass der Komplize ebenfalls klug ist, und schweigt. Ist er aber die Verrätersau, kommt er frei und man selbst muss 6 Jahre absitzen. Redet man, wenn einem die Freiheit lockt? Warum verrät man einen Freund?
Auf jeden Fall besteht für beide ein wesentlicher Druck, denn jede Situation muss abgeschätzt werden. Vor allem aber muss man die Treue seines Freundes einschätzen, und das macht das Dilemma wohl so beängstigend. Denn egal, wie gut und lang man die Menschen, die man Tag für Tag um sich hat, kennt - Man kann immer nur bis vor die Stirn sehen. Meine tiefe Freundschaft muss in dieser Aussicht nicht unbedingt von meinem Partner geteilt werden. Wenn ich keine tiefe Freundschaft empfinde, würde ich ihn dann verraten, wenn man mir meine persönliche Freiheit wegnimmt? Könnte ich noch rational denken?
Axelrod sagt, dass das Dilemma beruht darauf, dass die kollektive und individuelle Analyse zu unterschiedlichen Handlungsempfehlungen führt. So weit, so gut. Aber Empfehlungen sind nicht immer das, was wir letztendlich tun.
Das Ganze scheitert an der Unberechenbarkeit des eigenen und des Charakters des Anderen in einer Situation, in der man selbst, beziehungsweise seine Freiheit, bedroht ist...
Ich hoffe der Blog wird doch wieder gelesen, ich verspreche, jetzt auch regelmäßig zu schreiben!
AcidPlacebo
(die gerade Basti und JD verabschieden musste D': )
Robert Axlrod beschrieb das Gefangenendilemma folgendermaßen:
Zwei Gefangene werden verdächtigt, gemeinsam eine Straftat begangen zu haben. Die Beiden werden getrennt und seperat voneinander, ohne jeglichen Kontakt zum Partner, vernommen. Die Höchststrafe für ihre Tat beträgt 6 Jahre. Schweigen beide und verraten den anderen nicht, werden sie zu 2 Jahren verurteilt. Schweigt nur einer, während der andere ihn verrät, so wird der Verräter als Kronzeuge freigesprochen. Sollten beide den anderen verraten, so erwarten sie 4 Jahre Haft.
Ich habe mich immer gefragt, was man, wäre man wirklich in so einer Situation, tun würde. Analytisch wäre die sicherste Methode, zu schweigen und zu hoffen, dass der Komplize ebenfalls klug ist, und schweigt. Ist er aber die Verrätersau, kommt er frei und man selbst muss 6 Jahre absitzen. Redet man, wenn einem die Freiheit lockt? Warum verrät man einen Freund?
Auf jeden Fall besteht für beide ein wesentlicher Druck, denn jede Situation muss abgeschätzt werden. Vor allem aber muss man die Treue seines Freundes einschätzen, und das macht das Dilemma wohl so beängstigend. Denn egal, wie gut und lang man die Menschen, die man Tag für Tag um sich hat, kennt - Man kann immer nur bis vor die Stirn sehen. Meine tiefe Freundschaft muss in dieser Aussicht nicht unbedingt von meinem Partner geteilt werden. Wenn ich keine tiefe Freundschaft empfinde, würde ich ihn dann verraten, wenn man mir meine persönliche Freiheit wegnimmt? Könnte ich noch rational denken?
Axelrod sagt, dass das Dilemma beruht darauf, dass die kollektive und individuelle Analyse zu unterschiedlichen Handlungsempfehlungen führt. So weit, so gut. Aber Empfehlungen sind nicht immer das, was wir letztendlich tun.
Das Ganze scheitert an der Unberechenbarkeit des eigenen und des Charakters des Anderen in einer Situation, in der man selbst, beziehungsweise seine Freiheit, bedroht ist...
Ich hoffe der Blog wird doch wieder gelesen, ich verspreche, jetzt auch regelmäßig zu schreiben!
AcidPlacebo
(die gerade Basti und JD verabschieden musste D': )
Abonnieren
Posts (Atom)
Herzlichen Glückwunsch, das ist das Ende des Internets... Na gut, ist es nicht, kleiner Scherz.
Falls sie Rechtschreibfehler finden verkaufen sie sie über Ebay und schicken sie das Geld an Brot für die Welt oder so.
Meinungen werden akzeptiert, RECHTE Meinungen werden destruiert.
Alle hier hochgeladenen Bilder gehören mir oder ich habe deren Rechte. Wer sie verwenden will ruft meine Sekretärin an und bittet um eine Audienz.
Ich übernehme gerne die Verantwortung für meine Posts, aber nicht für die von euch: Kommentare mit Spam, Hirntodaufzeichnungen etc. werden gelöscht.
Zum Schluss möchte ich noch Herrn Schäuble grüßen!
Falls sie Rechtschreibfehler finden verkaufen sie sie über Ebay und schicken sie das Geld an Brot für die Welt oder so.
Meinungen werden akzeptiert, RECHTE Meinungen werden destruiert.
Alle hier hochgeladenen Bilder gehören mir oder ich habe deren Rechte. Wer sie verwenden will ruft meine Sekretärin an und bittet um eine Audienz.
Ich übernehme gerne die Verantwortung für meine Posts, aber nicht für die von euch: Kommentare mit Spam, Hirntodaufzeichnungen etc. werden gelöscht.
Zum Schluss möchte ich noch Herrn Schäuble grüßen!