Dienstag, 3. März 2009

Betty Hutton und mein neues Ziel

Betty Hutton hat es mir angetan. Durch zufall bin ich auf der Suche nach dem Lied "Alles was du kannst kann ich viel besser" aus Annie get your Gun auf sie gestoßen, und ich hab mich quasi sofort in sie verliebt.
Aber von Vorne:

Betty Hutton (die eigentlich Elizabeth June Thornburg hieß) musste nach dem frühen Tod ihres Vaters die Familie unterstützen und tat das, was sie am besten konnte: Singen! Schon mit 13 tourte sie durch Amerika und erlangte in den 30er Jahren einen gewissen Bekanntheitsgrad.
Sie war eine unglaublich aufgedrehte, liebevolle und fröhliche Frau, und nicht umsonst gab man ihr den Spitznamen Blonde Bombshell ;)
In den 40ern konnte sie sich am Broadway etablieren und wurde dort geliebt und gefeiert. Dort bot sich auch ihre Chance, in Filmen mitzuwirken. Nach einem Vertrag mit Paramount (müsste vielen bekannt sein) drehte sie zahlreiche Filme, unter anderem die Verfilmung von Annie Get Your Gun, dass das erfolgreichste Projekt von MGM wurde, dass es bis damals hatte.
Eben durch ihren Charakter wurden ihre Rollen meist auf sie zugeschnitten - überdrehte Kellnerinnen oder Barsängerinnen, Showirls... Betty wusste zu überzeugen. Weil sie eben so war - ganz natürlich Betty.
Durch Streitereien um ihren Ehemann zwischen ihr und des Studios stieg sie aus ihrem Vertrag aus... was gleichzeitig den Wendepunkt ihrer Karriere kennzeichnete... leider.

Alkoholismus, Schulterverletzungen, Depressionen, Medikamentenmissbrauch und ein "turbulentes Privatleben" zehrten an ihren Kräften, die ihre zahlreichen Comeback-Versuche in Disastern hatten enden lassen. Obwohl sie in ihrer Karriere fast 20 Millionen Dollar verdient hatte lebte sie aufgrund Bankrotts ab 1967 in Rhode Island völlig zurückgezogen als Köchin in einem katholischen Pfarrhaus.

Sie starb am 11. März 2007 in Palm Springs Kalifornien. RIP.

Hier mein Lieblingslied von ihr... es wird erklären warum ich sie so mag :)



Achja, mein neues Ziel: Dieses Lied UND den Tanz zu lernen :) Wer mag helfen? ;)

Mittanzend und trällernd,

AcidPlacebo

Montag, 2. März 2009

Musterhaft in Form

Mir ist heute wieder ein Gedicht, dass ich mal für den DeutschLK Geschrieben hab, in die Hände gefallen. Darauf hab ich damals sogar 14 Punkte bekommen...

Musterhaft in Form

Der Körper top gestählt
von Kopf bis Fuß auf "Passend" eingestellt.
Und man fühlt sich, ganz enorm,
musterhaft in Form.

Man braucht viel Kondition
um mitzuhalten, Jedoch der Lohn
dafür, dass man das schafft:
In Form sein, musterhaft.

Doch rennt man zu viel hinterher
weiß man am Ende nicht woher
oder wohin man kommt, jedoch:
In Form, musterhaft ist man gekonnt.


Mein Deutschkurs hat das Gedicht bewertet, und ein Kommentar war folgender:
"Das Thema ist doch gar nicht mehr aktuell. Als ob es heutzutage was besonderes wäre, gegen den Strom zu schwimmen. Keiner ist mehr wirklich Mitläufer."
Wie oberflächlich. Anscheinend hatte mein Mitschüler (keine Namen...) sich darauf gestützt, dass es viele verschiedene Subkulturen gibt, die sich durch politische Einstellungen, Aussehen, Musikrichtugnen und Lebensweisen voneinander unterscheiden und somit Platz zum Individualisieren bieten.
Aber er scheint vergessen zu haben, dass man grundlegend darauf ausgerichtet sind, uns anzupassen in der jeweiligen Gruppe, in der wir sind. Es gibt keine Mitläufer? Das sehe ich anders. Es gibt immer einen bestimmten Gruppenführer, der sich stark und selbstbewusst fühlt. Und es gibt immer diejenigen, die sich wortlos führen lassen, sich anpassen und fröhlich in der Masse Kanon singen. Es ist halt auch infacher, seine Meinung und seinen Lebensstil von jemand anderem bestimmen zu lassen. Und ist einem das ganze zu Langweilig, kann man ja fleißig durch die Subkulturen springen, welch eine abwechslung. Viele sind es müde geworden, sich selbst zu hören und seine eigenen Meinungen zu vertreten. Aber ich zitiere Keating aus "Dead Poets Society":

"What it demonstrates is how difficult it is for any of us to listen to our own voice or maintain our own beliefs in the presence of others. Lads, there is a great need in all of us to be accepted, but you must trust what is unique or different about yourself, Even if it's odd or unpopular."

Der amerikanische Dichter Frost sagte mal (frei übersetzt)

Zwei Wege führten durcheinen Wald und Ich - Ich nahm den, der nur wenig begangen war, Und das hat den größten Unterschied gemacht.

Habt den Mut und seid der, der Ihr seid. Ihr müsst euch nicht verstellen oder anpassen oder im Kanon singen um akzeptiert zu werden. Bleibt wie ihr seid, denn der eigentlicher Charakter ist das besondere an euch, nicht das, was andere um euch herum aufbauen.

AcidPlacebo

Herzlichen Glückwunsch, das ist das Ende des Internets... Na gut, ist es nicht, kleiner Scherz.
Falls sie Rechtschreibfehler finden verkaufen sie sie über Ebay und schicken sie das Geld an Brot für die Welt oder so.
Meinungen werden akzeptiert, RECHTE Meinungen werden destruiert.
Alle hier hochgeladenen Bilder gehören mir oder ich habe deren Rechte. Wer sie verwenden will ruft meine Sekretärin an und bittet um eine Audienz.
Ich übernehme gerne die Verantwortung für meine Posts, aber nicht für die von euch: Kommentare mit Spam, Hirntodaufzeichnungen etc. werden gelöscht.
Zum Schluss möchte ich noch Herrn Schäuble grüßen!