Mittwoch, 2. Februar 2011

Hochzeit oder Die große Krise einer Trauzeugin

Es steht also fest: Meine Schwesterwird heiraten (ENDLICH!) Ich hatte ja schon letztes Jahr getippt, dass Carsten ihr einen Antrag macht, aber da das Geld zu knapp war und meine Schwester ziemlich... naja, sagen wir "exklusivere" Wünsche hatte ist es dieses jahr geworden (ENDLICH!)

Jetzt steht irre viel an, was geplant werden muss, denn ich werde Trauzeugin (ENDLICH!):

-Kein Polterabend, dafür einen Jungesellinnenabschied. Aber was soll man mit meiner Gurke von Schwester anfangen? :D Ich bin jedenfalls fleißig am Planen, das bedeutet nach guten Kosmetikerinnen telefonieren, die uns Mädels rausputzen, Bars, die ma abklappern kann und die berühmten Jungesellinnenspiele, um die Getränke des Abends zu bezahlen.

- Das Kleid... ja, meine Scwester möchte ja einheitliche Hochzeitsfarben, nämlich weiß und rot. Da weiß rausfällt bleibt mir rot. Nein, ich betone das mal anders... ROT?! Findet mal ein hübsches, rotes Kleid dass a) nicht nuttig aussieht, b) nicht überall Pailletten hat und c) nicht bodenlang ist. Außerdem stehtmir rot gar nicht, und ich darf mich nich mal umziehen. HRMPF!

- Die Rede schreibe ich schon, abr je länger ich dran rumschreibe desto kitschig-schlechter wird sie. Nun gut, ich will ja keine Lobhymne auf die beiden singen und soll mich eh kurz fassen, aber wie schreibt man eine 3 Satz rede die nicht vor Schleim und Tränen trieft?

- Die Termine. Meine Schwester möchtegerne, dass ich bei so gut wie allen dabei bin. Der erste steht schon, nämlich das Fitting der Brautkleider. Da freue ich mich schon tierisch drauf, aber insgesamt sind noch so viele andere Termine, zu denen ich nach Darmstadt bzw. Frankfurt tingeln muss, dass ich wohl mein Zelt komplett am Hauptbahnhof aufstellen kann.

Ich frage mich, wie der arme Carsten das aushält, schließlich ist die Pre-Hochzeit-Phase sicher schon anstrengend genug, und wie ich meine Schwester kenne wird sie sicherlich noch einiges in petto haben, um ihn auf die Palme zu bringen.

Das größte Problem jedoch für mich ist, dass ich wiedermal die einzige ohne Begleiter sein werde... ich kann euchsagen, wenn ich den bekloppten Brautstrauß nicht fange, dann werf ich die Hochzeitstorte... die ich bestimmt auch mit aussuchen soll!

"Hier kommt die Braut" singend,
AcidPlacebo

Dienstag, 26. Oktober 2010

Blöd oder Warum Nasen besonders kalt sind, wenn man Dinge verliert

Ich habs geschafft. Nach nur einem Jahr habe ich mein wichtigstes Utensil verloren, mein Herzblut.
Mein Netbook.

Da hat man einen Moment nicht aufgepasst, und sich gefreut, jemanden aus seiner alten Schule zu treffen und vergisst das verdammte Notebook in einem riesigem Vorlesungssaal. Wie dumm kann man eigentlich sein?
Nicht, dass ich nicht schon Dinge vergessen habe, man erinnere sich an den Taschen-Post auf meinem Blog... aber das Notebook ärgert mich. Ich hab das Ding selbst bezahlt, und mir erscheint es gerade,m als seinen 300 Euro mit einem neuen Lover in die Karibik geflogen. Ich bin enttäuscht.
Nicht über die Tatsache, dass es kein "ehrlicher" Finder bei den Hausmeistern abgegeben hat, an solche Menschen glaub ich hier eh nicht mehr. Ich bin enttäuscht, weil ich ständig sowas mache. Irgendwas wichtiges vergessen. Und wenns dann zu spät ist, fällts mir ein. Das Netbook war eben nur der köstliche Höhepunkt.
Am meisten Trauere ich um all die Persönlichen Sachen, die Drauf waren. Bilder, Lieder, wichtige Dokumente für die Uni, Gedichte, die ich neu geschrieben habe, Briefe.... all diese kleinen Dinge.
Na dann, sparen wir mal für ein neues Netbook...

Sich immernoch ärgernd,

AcidPlacebo
(...die heilfroh ist, keine Nackbilder auf dem Netbook zu haben)

Montag, 18. Oktober 2010

BOOKREVIEW: Voyeur von Simon Beckett

Er ist Galeriebesitzer. Er ist mittleren Alters. Und er will Anna.

Das Buch Voyeur von Simon Beckett ist jetzt endlich fertig gelesen, und als ich das Buch aus der Hand gelegt hatte, war mir klar: Es gibt bessere.

In Voyeur geht es um Donald Ramsey, einen Galeriebesitzer in London, der so besessen von seiner jungen Assistentin Anna ist, dass ihm jedes Mittel Recht ist, ihren unscheinbaren und (für ihn) völlig unpassenden Freund Marty zu beseitigen. Er schmiedet Intrigen, heuert einen Dressman an, Anna und nach erfolglosem Versuch Marty zu verführen und begeht schließlich mit diesem den Mord an Marty. Ermittlungen um das Geschehen von Marty werden begonnen, und während Donald die leidende Anna tröstet und ihr als Vertrauter beisteht, plant er das Finale: Anna mit Dressman Zeppo beim Sex zu beobachten.

Der Sprachstil liest sich unglaublich gut, Simon Beckett schafft es, eine sehr brisante Geschichte so zu schreiben, dass man regelrecht IM Geschehen selbst ist. Leider ist das das einzig sehr gute, was dieses Buch zu bieten hat. Allein Donald Ramsey's Charakter hat die Tiefe einer Figur, mit der man mitfühlt oder verabscheuen kann. Die anderen Figuren wirken sehr flach (Anna, Mrs. Thornby) oder oberflächlich ausgearbeitet (Zeppo, Marty).
Zudem ist der Spannungsbogen meiner Meinung nach schlecht umgesetzt. Der Mord geschieht relativ "früh", wohl um die Ermittlungen und die damit verbundene Angst von Ramsey und Zeppo als Spannungsträger zu nutzen. Leider wirkt es langatmig und ist schon nach wenigen Kapiteln ausgeschlachtet.
Das Ende, das ich hier nicht verraten will, hat mich ehrlich gesagt enttäuscht. Ich habe mir, nach einer so langen Phase der beschriebenen Angst von Zeppo und Donald etwas mehr Bedacht am Schluss gewünscht. So wirkte es eher wie abgehackt und verdirbt dem Leser die Freude am ganzen Buch.
Für alle, die gerne Kriminalgeschichten mit erotischen Touch lesen, ohne zu viel Tiefe zu erwarten, ist dieses Buch sicherlich nicht schlecht. Alle, die etwas mehr Erwarten von einem Buch, dass eine Obsession beschreiben will, aber kaum auf das Innenleben des Protagonisten und dessen Gefühle eingeht, dem Rate ich ab.

Viel Spaß bei Lesen (oder nicht) wünscht euch

AcidPlacebo
(die sich jetzt in Soziologie nette Gewaltfilmchen reinzieht)

Soziologie oder Wie lang sind schwedische Gardinen wirklich?

Soziologie ist schon verdammt interessant! Eben erst wurde ein Problem angesprochen, dass ich schonmal gehört habe, und das mich seitdem auch immer wieder beschäftigt hat.

Robert Axlrod beschrieb das Gefangenendilemma folgendermaßen:

Zwei Gefangene werden verdächtigt, gemeinsam eine Straftat begangen zu haben. Die Beiden werden getrennt und seperat voneinander, ohne jeglichen Kontakt zum Partner, vernommen. Die Höchststrafe für ihre Tat beträgt 6 Jahre. Schweigen beide und verraten den anderen nicht, werden sie zu 2 Jahren verurteilt. Schweigt nur einer, während der andere ihn verrät, so wird der Verräter als Kronzeuge freigesprochen. Sollten beide den anderen verraten, so erwarten sie 4 Jahre Haft.

Ich habe mich immer gefragt, was man, wäre man wirklich in so einer Situation, tun würde. Analytisch wäre die sicherste Methode, zu schweigen und zu hoffen, dass der Komplize ebenfalls klug ist, und schweigt. Ist er aber die Verrätersau, kommt er frei und man selbst muss 6 Jahre absitzen. Redet man, wenn einem die Freiheit lockt? Warum verrät man einen Freund?

Auf jeden Fall besteht für beide ein wesentlicher Druck, denn jede Situation muss abgeschätzt werden. Vor allem aber muss man die Treue seines Freundes einschätzen, und das macht das Dilemma wohl so beängstigend. Denn egal, wie gut und lang man die Menschen, die man Tag für Tag um sich hat, kennt - Man kann immer nur bis vor die Stirn sehen. Meine tiefe Freundschaft muss in dieser Aussicht nicht unbedingt von meinem Partner geteilt werden. Wenn ich keine tiefe Freundschaft empfinde, würde ich ihn dann verraten, wenn man mir meine persönliche Freiheit wegnimmt? Könnte ich noch rational denken?

Axelrod sagt, dass das Dilemma beruht darauf, dass die kollektive und individuelle Analyse zu unterschiedlichen Handlungsempfehlungen führt. So weit, so gut. Aber Empfehlungen sind nicht immer das, was wir letztendlich tun.

Das Ganze scheitert an der Unberechenbarkeit des eigenen und des Charakters des Anderen in einer Situation, in der man selbst, beziehungsweise seine Freiheit, bedroht ist...

Ich hoffe der Blog wird doch wieder gelesen, ich verspreche, jetzt auch regelmäßig zu schreiben!

AcidPlacebo
(die gerade Basti und JD verabschieden musste D': )

Dienstag, 22. Dezember 2009

Matsch

Ich kann nicht mehr.

Die Feiertage reiten mich nur weiter rein... So ein Dreck. Mein Zimmer sieht wieder mal aus wie ein Tatort von einem Einbruch... alles liegt zerstreut, zerschlagen, kaputt herum, und keine Motivation es in Ordnung zu bringen.

Ich bin gefangen in einer Lethargie. Im Nichts-Tun. Nicht-Lust haben. Ich stehe auf, warte, und gehe schlafen. Um wieder aufzustehen. Der Sinn? Es gibt keinen. Oder vielleicht ist in mir drin auch grade Winter. Wie draußen. Voll Matsch. Und Dreck.

Feiertage sind zum kotzen.

Ich hab mir vorgenommen, endlich zu nem Psychologen zu gehen. Wiedermal. Aber es wird enden wie immer. Ich sage, ich hab zu viel zu tun, obwohl ich gar nichts mache. Nichts-Tun.


Verdammt.

Donnerstag, 10. Dezember 2009

Beerdigung

Ich begrabe dich.

Du hast mich schon längst begraben. Unten im Dunkel liege ich und weine immernoch. Seit Monaten weine ich und merke nicht, dass ich mich ausgraben könnte, das Sonnenlicht wieder sehen könnte.

Ich lege dir Lilien aufs Grab.

Die Blumen, die du auf meins gelegt hast sind schon lange verwest und liegen schwer auf dem feuchten Boden, der sich mir in den Weg stellt. Der faulige Geruch verfolgt mich noch in meinen unruhigen Träumen. Es riecht nich nach dir, nur nach verdorbener Hoffnung. Und Ärger. Und Trauer.

Ich gehe.

Auch lange, nachdem du schon gegangen bist, habe ich darauf gewartet, dass du mich rausholst. Dass deine Hand die dunkle Erde zur Seite schiebt und mir sagt: "Komm mit mir. Steh auf. Lebe. Doch du bist gegangen, einfach so, und egal wie laut ich nach dir gerufen habe, auf dich gewartet habe, geduldig, ohne zu drängen, dich interessiert es nicht mehr.

Du hast mich ausradiert aus deinem Leben.

Nein, vielleicht nicht das.

Du hast mich degradiert. Zu einem Eintrag in deinem Handytelefonbuch, den du überblätterst.


Früher hast du mich auf Händen getragen, gestützt, warst da.

Heute lässt du mich liegen, gehst5 vorbei ohne den Blick zu heben und spuckst mir vor die Füße.



Deswegen schaufel ich jetzt selbst. Hinaus, in die Sonne. Mit meiner eigenen Kraft. Mit dir wäre es vielleicht einfacher gewesen, ein schöneres Erlebnis, aber alleine geht es auch. Langsamer, aber auch. Und wenn ich erstmal drauß0en bin, und du mich siehst, tanzend und lachend mit den Leuten, die sich auch nur ein bisschen um mich, verdammt nochmal, geschert haben, dann bereust du es. Aber dann ich werde nicht zurückschauen.

Noch ist es nicht zu spät, aber Sanduhren laufen auch nicht ewig. Genauso wenig wie meine Gedult. Und mein Verständnis. Hörst du vielleicht endlich die Glocken läuten zum letzten Gang?


Rest in Pieces.

Dienstag, 24. November 2009

Musik.

Ich schreibe weil ich ein Mensch bin. Ich bin ein Mensch, weil ich Lebe. Ich lebe, weil es Musik gibt.

"Am Ende bleibt nur eins: Musik." (studivz-Gruppe)

Ich bin mir sicher, am Anfang war nicht das Licht, sondern der Ton.
Musik ist der Schlüssel zu Emotionen. Sie kann uns tief berühren, uns zum weinen bringen, uns tanzen lassen, verwirren, ängstigen, erleichtern, spannen, loslassen, festhalten.
Alles hat seine Melodie, seine Töne, seine Texte.

"Das einzige, was in dieser verrückten Welt Sinn macht, ist Rock'N'Roll." (The Boat that Rocked)

Musik therapiert Menschen. Musik hilft uns, mit uns selbst umgehen zu können. Nicht alle können sie machen, aber alle können sie hören. Sie verbindet in der Gemeinschaft, tröstet den, der Allein ist und findet Diejenigen, die suchen. Für mich bedeutet die Musik alles.

"Du bist die Musik, die mich über Wasser hält." (WiseGuys)

In allen Phasen hat mir nur eins wirklich geholfen: Meine Musik.

Ich wurde geschnitten und war allein - meine Musik war da.
Ich wurde von meinen Eltern beschimpft und verletzt - Musik heilte meine Wunden.
Ich habe mein Herz an einen Menschen geschenkt, der es nicht wollte - und ich schrieb Musik, die für mich litt.
Ich fiel in tiefe Löcher - Melodien trugen mich den Abgrund wieder hinauf.
Ich war wütend, frustriert, depressiv - Musik nahm mich in den Arm und sagte mir

"Heal the wound but leave a scar, a reminder of how merciful you are." (Point of Grace)


Was wäre die Welt, was wären die Menschen, was wäre ich - ohne Musik?




Tee trinkend und der Musik lauschend,

Acid Placebo
Herzlichen Glückwunsch, das ist das Ende des Internets... Na gut, ist es nicht, kleiner Scherz.
Falls sie Rechtschreibfehler finden verkaufen sie sie über Ebay und schicken sie das Geld an Brot für die Welt oder so.
Meinungen werden akzeptiert, RECHTE Meinungen werden destruiert.
Alle hier hochgeladenen Bilder gehören mir oder ich habe deren Rechte. Wer sie verwenden will ruft meine Sekretärin an und bittet um eine Audienz.
Ich übernehme gerne die Verantwortung für meine Posts, aber nicht für die von euch: Kommentare mit Spam, Hirntodaufzeichnungen etc. werden gelöscht.
Zum Schluss möchte ich noch Herrn Schäuble grüßen!