Mir ist heute wieder ein Gedicht, dass ich mal für den DeutschLK Geschrieben hab, in die Hände gefallen. Darauf hab ich damals sogar 14 Punkte bekommen...
Musterhaft in Form
Der Körper top gestählt
von Kopf bis Fuß auf "Passend" eingestellt.
Und man fühlt sich, ganz enorm,
musterhaft in Form.
Man braucht viel Kondition
um mitzuhalten, Jedoch der Lohn
dafür, dass man das schafft:
In Form sein, musterhaft.
Doch rennt man zu viel hinterher
weiß man am Ende nicht woher
oder wohin man kommt, jedoch:
In Form, musterhaft ist man gekonnt.
Mein Deutschkurs hat das Gedicht bewertet, und ein Kommentar war folgender:
"Das Thema ist doch gar nicht mehr aktuell. Als ob es heutzutage was besonderes wäre, gegen den Strom zu schwimmen. Keiner ist mehr wirklich Mitläufer."
Wie oberflächlich. Anscheinend hatte mein Mitschüler (keine Namen...) sich darauf gestützt, dass es viele verschiedene Subkulturen gibt, die sich durch politische Einstellungen, Aussehen, Musikrichtugnen und Lebensweisen voneinander unterscheiden und somit Platz zum Individualisieren bieten.
Aber er scheint vergessen zu haben, dass man grundlegend darauf ausgerichtet sind, uns anzupassen in der jeweiligen Gruppe, in der wir sind. Es gibt keine Mitläufer? Das sehe ich anders. Es gibt immer einen bestimmten Gruppenführer, der sich stark und selbstbewusst fühlt. Und es gibt immer diejenigen, die sich wortlos führen lassen, sich anpassen und fröhlich in der Masse Kanon singen. Es ist halt auch infacher, seine Meinung und seinen Lebensstil von jemand anderem bestimmen zu lassen. Und ist einem das ganze zu Langweilig, kann man ja fleißig durch die Subkulturen springen, welch eine abwechslung. Viele sind es müde geworden, sich selbst zu hören und seine eigenen Meinungen zu vertreten. Aber ich zitiere Keating aus "Dead Poets Society":
"What it demonstrates is how difficult it is for any of us to listen to our own voice or maintain our own beliefs in the presence of others. Lads, there is a great need in all of us to be accepted, but you must trust what is unique or different about yourself, Even if it's odd or unpopular."
Der amerikanische Dichter Frost sagte mal (frei übersetzt)
Zwei Wege führten durcheinen Wald und Ich - Ich nahm den, der nur wenig begangen war, Und das hat den größten Unterschied gemacht.
Habt den Mut und seid der, der Ihr seid. Ihr müsst euch nicht verstellen oder anpassen oder im Kanon singen um akzeptiert zu werden. Bleibt wie ihr seid, denn der eigentlicher Charakter ist das besondere an euch, nicht das, was andere um euch herum aufbauen.
AcidPlacebo
Montag, 2. März 2009
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Herzlichen Glückwunsch, das ist das Ende des Internets... Na gut, ist es nicht, kleiner Scherz.
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Zum Schluss möchte ich noch Herrn Schäuble grüßen!
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1 Kommentar:
:-) also ich finde dieses gedicht ist absolut aktuell. auf allen gebieten kann man dieses nachlaufen beobachten, allerdings glaube ich auch dass man niemals zu 100 prozent individuell sein kann. auf irgendeinem gebiet hat man eben gleiche meinungen oder so wie andere menschen. kritisch wird es erst wenn man eigene meinungen unterdrückt, bzw ändert nur um anderen zu gefallen.
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