Ich wollte heute eigentlich über etwas ganz anderes schreiben, aber als ich heute morgen nach einer ziemlich schlimmen und kurzen Nacht mit verschlafenen Augen die quietschenden Fensterläden aufmachte... da hatte ich jegliche schlechte Laune vergessen. Denn ich hab endlich wieder die pure, frische Morgensonne, die mir über mein Gesicht flutete.
Bestimmt klingt das albern, aber das ist etwas, dass mir einen völlig versauten Tag rettet: Die Sonne. Ihr warmes Licht. Wirklich.
Nur stellt sich dann immer (sozusagen als Nebeneffekt) eine gewisse Sehnsucht ein. Nach allen Möglichen Dingen. Aber ein "ich würde so gern", "ich hätte so gern" oder "Wäre ich nur..." erfüllen mir nich das was ich gerne haben möchte, ganz zu schweigen ob ich es jemals kriegen werde. Aber ich bin es ja gewohnt zu warten. Das schlimmste ist jedoch, dass man sich, wenn man sich nach etwas sehnt, notgedrungen an Bilder aus der Vergangenheit erinnert. Wo man Fehler machte. Falsche Freunde. Wo man naiv war. Mascha Kaléko hat einmal in einem ihrer Gedichte geschrieben:
"Ich lernte spät
Doch ich lernte es gut.
Nämlich dass en gewöhnlicher Hut
Es, meistens wenigstens ebenso tut.
Das ist schon was
Auf den Wellen zu wippen
Und nicht umzukippen
Im wackeligen Kahn.
Irren ist menschlich,
wenn auch nicht human.“
Meine Sehnsüchte haben sich im Laufe meiner Zeit geändert, weil ich Fehler gemacht und gelernt habe. Ich kann mich noch erinnern, dass ich als ich sechs war immer fliegen wollte. Eines Tages beschloss ich (ich war gerade in der Schule und wollte nach hause gehen) es endlich zu probieren. Ich wollte über die Treppen fliegen, ca. 2-3 Meter bergab. Nunja… das war ein Fehler, aber ich habe daraus gelernt. (Obwohl ich immer noch das eigenartige Gefühl in mir trage, irgendwann einmal geflogen zu sein.)
Zum Thema Sehnsucht fällt mir noch ein Lied von Schandmaul ein, dass mir seit dieser durchwachsenen Nacht in meinen Gedanken hängt…
Keine Angst, obwohl meine Gedanken an dem einen oder anderen Ort meiner Vergangenheit oder auch Gegenwart hängen bleiben, bin ich doch glücklich, denn ich hab viele liebe Menschen die sich um mich sorgen, mich gernhaben (und mich vielleicht auch etwas mehr in den Arm nehmen könnten ;D *zu Lily blinzel*). Ich bin eigentlich sehr glücklich. Das verdanke ich euch allen. Und auch meiner Musik und meinen Büchern, aber dazu ein anderes mal. :)
Mit Blick in die Morgensonne und Pfefferminztee in der Hand,
AcidPlacebo
(die wohl niemals diese hochgestochene Ausdrucksweise loswird, wenn sie über ihr Leben philosophiert O_o'')
3 Kommentare:
Eines der schönsten Lieder von Schandmaul! =)
Es ist schon erstaunlich, welche Wirkung das Wetter auf das Gemüt hat. Geht mir oft ganz ähnlich! Genieße die Sonne und lass es dir richtig gut gehen heute!
Da muss ich Theaterpirat recht geben. Is sogar mein Lieblingslied von Schandmaul (Nach Vogelfrei)...
Das mit der Sonne is so ne Sache. Mir gehts genauso, allerdings is die Sonne noch im Tiefschlaf wenn ich morgens um (mittlerweile) 5 Uhr geweckt werde...
Achja, deine Entscheidung war gut. Und vorallem Richtig. Aber das weißt du selber...
LG Ulenspiegel
Hoffen wir, dass ich sie durchhalten kann... aber ich hab ja Unterstützung =)
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